KV COMM auf Weltkongress der European Association for Palliative Care

Gemeinsam für einen gleichberechtigen Zugang zur Palliativversorgung weltweit: 3.000 Teilnehmende aus über 100 Ländern trafen sich in Berlin.

Vom 23. bis 25. Mai 2019 fand der 16. Weltkongress der European Association for Palliative Care im Estrel Congress Center in Berlin statt. Unter dem Motto „Global palliative care – shaping the future“ diskutierten die Teilnehmer, wie schwerst erkrankten Menschen und ihren Familien weltweit ein gleichberechtigter Zugang zu einer frühzeitigen, koordinierten und vernetzten Palliativversorgung ermöglicht werden kann.

Im Rahmen der Kongresseröffnung wies der Staatssekretär im Bundessozialministerium, Rolf Schmachtenberg, daraufhin: „Ohne wissenschaftlichen Austausch und fachliche Auseinandersetzung sind länderübergreifende Weiterentwicklungen für eine gute Hospiz- und Palliativ-Versorgung nicht denkbar.“ Eine wichtige Rolle spiele dabei auch die Palliativversorgung von Personengruppen, „deren Versorgung und Begleitung ganz besonders herausfordernd ist, wie zum Beispiel Menschen mit schweren Behinderungen, Demenzerkrankte oder auch Menschen ohne festen Wohnsitz.“

Um eine gute Hospiz- und Palliativversorgung zu erreichen, bedarf es auch eines Gesundheitssystems, das die Versorgung von schwerstkranken Menschen und ihren Zugehörigen strukturell begünstigt. In der ambulanten Versorgung können sich Ärzte in der allgemeinen – und spezialisierten ambulanten Palliativversorgung einbringen. Zusätzlich wurde 2017 in Folge des Hospiz- und Palliativgesetzes die Vereinbarung nach § 87 Abs. 1b SGB V zur besonders qualifizierten und koordinierten palliativ-medizinischen Versorgung (BQKPMV) bundesweit eingeführt. Ob diese in Anspruch genommen wird und zur Betreuung von schwerst erkranken Menschen und ihren Familien beiträgt, gilt es jedoch noch zu untersuchen.

Im Themenbereich Versorgungsforschung stellte Felix Mühlensiepen von der KV COMM ein wissenschaftliches Poster zur Evaluation der Vereinbarung nach § 87 Abs. 1b SGB V zur besonders qualifizierten und koordinierten palliativ-medizinischen Versorgung in Deutschland vor und tauschte sich dabei mit Wissenschaftlern und Praktikern aus anderen (Bundes-) Ländern aus.

 

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2019-05-27T12:19:59+00:0027/05/2019|
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